Der Kampf
der Bilder…
…in der Causa “Stuttgart21″ ist in vollem Gange. Denn im Kampf um die Deutungshoheit sind Bilder in unserem Medienzeitalter mit die schärftste Waffe.
Die Kritikerseite fährt heute, am Tag der deutschen Einheit, starke Geschütze auf. Und veröffentlicht beispielsweise Fotos, wie dieses:
Dabei ziehen zahlreiche Kommentatoren Vergleiche zum Mauerbau. Und basteln sich Collagen wie diese:
Da muss sich die Bahn einiges einfallen lassen, um diese Bilder zu neutralisieren.
Ich frage mich derzeit, wer die Bahn in Sachen Krisen-PR derzeit berät. Meine Einschätzung: Niemand. Oder (noch schlimmer!) Bahn-Chef Grube hört nicht auf seine Berater. Denn scheinbar hat er nicht begriffen, wie schlecht es um sein Image und das seines Konzern gerade steht, wenn er wie heute in der Bild am Sonntag schreibt:
“Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht”
Damit mag er formell Recht haben. Aber er hat mit dieser Äußerung den Konflikt nicht entschärft. Er hat ihn weiter angestachelt. Dabei wäre er gut beraten, in Zeiten von Fernsehbildern, die verprügelte Schüler und weinende Greise zeigen und Fotos wie dem oben verlinkten, eine defensivere Strategie zu fahren. Zum Bahn-Boykott ist jedenfalls schon aufgerufen worden.






