Jun 1 2011

HowTo: Wie man seinen Laptop diebstahlsicher macht

Seit ein paar Tagen macht die tumblr-Seite ThisGuyHasMyMacbook die Runde durch die Interwebz. Mittlerweile verweisen fast 18.000 Tweets auf die Geschichte von Joshua Kaufman, dessen MacBook in Oakland gestohlen wurde und der in seiner Verzweiflung nicht nur die Polizei um Hilfe bat, sondern auch Fotos und Screenshots des vermeintlichen Diebs auf tumblr postete.

Ein gestohlener Laptop ist fast das Schlimmste, was einem modernen Berufstätigen oder Bewohner von Digitalien passieren kann. Sie sind nicht nur Arbeitsgeräte, sondern tragen unzählige Mengen an Erinnerungsdaten mit sich herum.

Doch die wenigsten Nutzer sorgen vor, um den Fall der Fälle entweder zu verhindern oder wenn er eintritt, abzumildern. Hier daher mein Tutorial, wie man sich schützen kann:

1.) Seriennummer bereit halten

Wichtig, um den Diebstahl bei der Polizei zu melden und nachweisen zu können, dass der Computer einem wirklich gehört. Bei Macbooks steht die Seriennummer im “Apfel”-Menü (ganz oben links) unter “Über diesen Mac”:

Über diesen Mac

Screenshot der Einstellungen

Ich habe diese Daten in meinem Gmail-Account als “Entwurf” gespeichert, so komme ich von jedem Computer an sie ran. Alternativ bietet sich an, solche Daten in Passwort-Programmen auf dem Smartphone zu speichern, die sie sicher verschlüsseln.

Man sollte den Diebstahl eines Macbooks auch an Apple melden. Falls der Dieb ihn in den Service bringt, wird anhand der Seriennummer angezeigt, dass das Gerät gestohlen ist.

2.) Daten-Backups anlegen

Auch ein Thema, das zu wenig beachtet wird: Backups von allen Daten haben, die auf dem Rechner liegen. Bei Mac erledigt das bequem die “Time-Machine”, bei Windows muss man es (noch) manuell machen.

Aber was, wenn der Dieb eingebrochen hat und nicht nur der Laptop, sondern auch die Backup-Platte weg ist? Ich habe für solche Fälle ein Backups der Backups, die ich (einigermaßen) regelmäßig update und an einem sicheren Ort verwahre.

Echte Sicherheitsfanatiker lagern solche externen Festplatten außerhalb ihrer Wohnung (wegen Feuer, Wasserschaden etc.).

3.) Den Laptop absichern

a) Rechner sichern: Mit einem Kensington-Kabelschloss, kann man den Rechner festbinden, falls man ihn kurz unbeaufsichtigt lassen muss. Wiegt zwar ein paar Gramm, aber Vorsorge ist besser als (…bitte ausfüllen).

b) Die Benutzerverwaltung sicher einrichten: Das Wichtigste: Auto-Anmeldung ausschalten! So wird verhindert, dass ein Dieb in euren Account kommt und da rumwühlen kann. Es nervt zwar etwas, aber man fährt besser, wenn bei jeder Anmeldung das Passwort eingegeben werden muss. Das hat z.B. oben erwähnter Joshua nicht getan, so konnte der Dieb sein Benutzerprofil löschen:

Damit der Dieb aber den Laptop trotzdem benutzen kann (und die Anti-Diebstahl-Software, s.u. arbeitet), habe ich einen Gastaccount eingerichtet:

Gasaccount mit dem der Dieb herumspielen kann

Meine User-Settings: Ein Admin, zwei Normal-User ohne Adminrechte, ein Gastaccount für Diebe

So kann der Übeltäter sich am Rechner austoben, während er dabei fotografiert wird. Das erledigt die…

4.) Anti-Diebstahl-Software

Solche Programme haben alle gemein, dass sie Screenshots und Fotos des Langfingers machen und diese per Mail verschicken. Trotzdem gibt es wie immer verschiedene Varianten, die ich kurz vorstellen möchte. Welche die Beste ist, muss jeder selber entscheiden.

a.) “Hidden”: Mit der Software hat Joshua sein Macbook gesichert und den Dieb fotografiert. Die Fotos und Screenshots werden im Hintergrund per Mail verschickt. Hidden scheint also zu funktionieren, aber die Dienst hat in meinen Augen einen Haken: Er kostet jährlich Geld, im Gegensatz zu…

b)…”Undercover”: Diese Programm kostet einmal 50$ für fünf Haushaltslizenzen. Genau wie Hidden macht das Programm unauffällig Screenshots und Fotos des Diebes mit der Macbook-Kamera, die es dann per Mail verschickt.

Sobald es mit dem Internet verbunden wird, ortet es außerdem relativ genau, wo der Computer ist. Das funktioniert mit Hilfe von WLAN-Datenbanken, in denen so ziemlich jedes Netzwerk weltweit mit Geodaten aufgelistet ist. Ich hab es getestet und es läuft.

Undercover geht aber noch einen Schritt weiter als alle anderen Programme, die ich mir angeschaut habe: Es hat einen “B-Plan”. Sollte der Dieb z.B. die Kamera abgeklebt haben oder die Polizei ihn gar nicht finden, so kann man diesen Notfallhebel auf der Undercover-Website betätigen.

Das Programm macht dann den Bildschirm des Rechners unbrauchbar, indem es ihn abdunkelt. Einzige Lösung: Ab zum Service damit. Dort wird den Servicemitarbeitern dann angezeigt, dass der Rechner geklaut wurde (siehe Schritt 1).

Wer kein Geld hat oder ausgeben will, dem empfehle ich das..

c.) “Prey-Project“. Die Software ist kostenfrei, weil Open-Source (Yeah!). Großes Plus: Es läuft auf allen möglichen Systemen und wird z.B. von den geschätzten Lifehacker-Kollegen empfohlen. Dort gibt es auch die volle Anleitung, wie das Programm einzusetzten ist (englisch), daher spar ich mir das hier.

“Prey” hat keinen “B-Plan” wie “Undercover”, aber dafür kostet es auch nichts und sieht ähnlich komfortabel aus. Wer mehr der DIY-Typ ist, der sollte sich an…

d) Vuwerversuchen. Das Programm erfordert etwas Frickel-Arbeit, aber manche mögen das ja. Läuft nur auf Mac, ist aber kostenfrei.

5.) Firmware-Passwort setzen

Die meisten Laptop-Diebe sind nicht sehr versiert im Umgang mit solchen Geräten. Aber trotzdem sollte man ein Firmware-Passwort setzen, falls ein Schlaufuchs auf die Idee kommt, das System neu aufzuspielen. In dem Falle wäre nicht nur alle Daten weg, sondern auch das Anti-Diebstahl-Programm würde nicht mehr funktioniern, weil ja nicht mehr da.

Hier ist ein ganz hervorragendes Tutorial, wie man bei Mac-Systemen das Firmware-Passwort setzt. Ohne Passwort ist es dann (fast) unmöglich, ein neues System aufzuspielen.

Für Windows gibt es die Möglichkeit, ein BIOS-Passwort zu setzen, ohne das der Computer nicht hochfahren kann. Das muss dann aber jedesmal eingegeben werden, wenn der Rechner angeschmissen wird. Außerdem ist es einigermaßen leicht zu umgehen. Falls noch jmd eine andere Lösung weiß, bitte in die Kommentare.

6.) Sensible Daten verschlüsseln

Ihr habt echt sensibles Zeug auf der Platte, das sonst keiner sehen soll? Verschlüsselt es! Eigentlich nicht nötig, wenn ihr alle Punkte hier durch habt, aber man weiß ja nie wie clever euer Dieb ist.

Für Mac gibt es hier und hier Anleitungen, wie das funktioniert. Für Windows hier und hier. Auf allen Systemen läuft das sehr empfehlenswerte TrueCrypt.

Wenn ihr alle sechs Punkte durch habt, sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Toi, toi, toi!

PS: Joshua Kaufmann hat auf seiner Seite bekannt gegeben, dass die Polizei den Dieb festgenommen hat. Auf Mashable wird in den Kommentare jedoch gemutmaßt, dass es sich bei der Story um eine geschickt lancierte Astroturf-PR-Nummer handelt. Ganz unwahrscheinlich ist das nicht, aber Belege dafür gibt es auch (noch) keine.

Interessant? Sag es weiter! Facebook ist aus Datenschutzgründen vorerst nicht mehr verfügbar.

Mai 7 2011

HowTo: Wie man auf Facebook privates und berufliches voneinander trennt

Facebook wird für viele immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Netzaktivitäten. Dadurch drohen sich private und berufliche Sphären zu vermischen. Manche ziehen sich deshalb ganz aus Facebook zurück, andere posten weniger. Dabei bietet das Netzwerk genügend Möglichkeiten, Spaß und Arbeit voneinander zu trennen.

Daniel Fiene hat ein Identitäts-Problem. In seinem Blog schreibt er:

“Wie nutze ich Facebook als Journalist optimal? Soll ich mir eine eigene Seite anlegen, oder gilt das als zu eitel? Soll ich auf der anderen Seite mein Profil für alle öffnen und auf Facebook dann nur noch als Journalist unterwegs sein?”

Er ist nicht der Einzige mit diesem Problem. Je mehr Menschen Facebook nutzen, desto größer der Grad der Vernetzung. Waren früher nur Freunde im gleichen Alter aktiv, kommen heute Arbeitskollegen, Chefs, Lehrer, Professoren, Zuhörer und Zuschauer, Kunden, Vereinsfreunde, Nachbarn und Eltern dazu.  Lehnt man eine Freundschafts-Anfrage ab, kann das zu beleidigten Reaktionen führen.

Sollen alle alles wissen?

Doch sollen alle alles wissen? Gewiss nicht. Zum einen weil es meine Kunden nichts angeht, wo und wie ich meine Freizeit verbringe. Zum anderen weil das tolle, neue Youtube vielleicht nur meine Vereinskameraden interessiert, nicht aber meine “normalen” Freunde. Oder weil ich weiß, dass mancher schräge Witz nur bei manchen Leuten richtig aufgehoben ist, während andere sich pikiert abwenden würden.

Noch vor kurzer Zeit war die einzige Möglichkeit: Weniger Posten. Oder die Pinnwand für bestimmte Leute gleich ganz abschalten. Doch auch das kann zu Kränkungen führen. “Warum darf ich Deine Pinnwand nicht mehr sehen?”, war eine mir häufig gestellte Frage, auf die ich oft keine befriedigende Antwort wusste.

Zwei Profile anzulegen -  eins privat, eins beruflich – war mir zu aufwändig. Eine “Page” zu machen, die Nutzer “liken” können, fand und finde ich albern.

Dilemma “Privatsphären-Management”

Mit “Privatsphären-Management” oder “Datenschutz-Management” läßt sich diese Herausforderung am besten beschreiben, vor der wir gesellschaftlich gerade stehen. Facebook ist sich über dieses Problem bewusst und ist sukzessive dabei, die Privatsphären-Einstellungen zu verfeinern.

Doch viele Nutzer scheinen das nicht mitzubekommen. Selbst netzaffine Menschen wie Daniel Fiene stehen vor einem Facebook-Identitäts-Problem und wissen nicht weiter. Dabei ist die Lösung relativ simpel. Sie erfordert lediglich etwas Arbeit beim Einrichten und ein waches Auge beim Posten.

So geht es:

1.) Freunde in Gruppen einsortieren

a) Auf “Freunde” im Menü klicken:

  1. Erst "Freunde" anklicken...

b) Auf “Freunde bearbeiten” klicken:

.. dann "Freunde bearbeiten"...

c) Auf “Liste erstellen” klicken:

Eine Liste erstellen!

Eine Liste erstellen!

d) Der Liste einen Namen geben (z.B. “Arbeit”), Freunde auswählen und auf “Liste erstellen” klicken.

 

Der Liste einen Namen geben...

e) Es erscheint die Listen-Ansicht:

 

Die Ansicht der gerade erstellten Liste

Hier kann später neue Freunde hinzufügen der welche wieder löschen.

f) Jetzt soviele Listen anlegen, wie man lustig ist und jeder Freund einsortiert wurde.

g) Wenn man nun eine Statusmeldung oder einen Link posten oder ein Fotos hochladen möchte, vor dem Posten auf das Schloss-Symbol klicken, dann auf “Benutzdefiniert”:

So geht's...

So geht's...

h) Nun im Drop-Down “Sichtbar machen für” auf “Bestimmte Personen” klicken:

 

Hier auswählen, wer was sehen darf...

Dadurch kann das Posting nur für jeweils eine Liste sichtbar gemacht werden. Wenn das alberne youtube-Video nur Freunde sehen sollen, die entsprechende Liste auswählen. Genauso kann man seine Freunde vor langweiligen Arbeitspostings verschonen. Dann z.B. nur die Liste “Arbeitskollegen” auswählen, die man vorher angelegt hat.

Alternativ kann man auch bestimmt Gruppen ausschließen. Wenn ein Posting alle sehen sollen, außer der Familie bei “Vor folgenden Personen verbergen” die Liste “Familie” (o.ä.) eintragen. Hier kann man aber auch einzelne Nutzer (z.B. den Chef oder die Eltern) eintragen. Sie bekommen das Posting dann nicht zu sehen.

Wenn man möchte, kann man diese Einstellungen als Standard definieren. Dann werden alle zukünftigen Posting genauso behandelt, ohne dass man jedes Mal auf das Schloss gehen muss. Dafür einfach den enstprechenden Haken unten links setzen.

Alternative oder Ergänzung: Gruppe gründen

Als andere Möglichkeit oder Ergänzung kann man auch eine eigene Gruppe gründen. In diese kann man Freunde einsortieren, mit denen man gern wie in einem Separée kommunizieren möchte. Die Gruppen können entweder öffentlich, geschlossen oder auch “geheim” gemacht werden.

In öffentliche Gruppen kann jeder eintreten, in private kommt man nur auf Einladung rein, sie sind aber für jeden Freund sichtbar. Geheime Gruppen sind nur für die Nutzer sichtbar, die dort reingepackt wurden.

Dafür einfach auf “Gruppe gründen” links im Menü klicken:

So gründet man eine Gruppe

So gründet man eine Gruppe

Dort der Gruppe einen Namen geben, die Gruppenmitglieder festlegen und einstellen, ob die Gruppe öffentlich, privat oder geheim sein soll.

Der Vorteil von Gruppen: Man erhält eine eigene Timeline, zusätzlich zu der eigenen. Alle Mitglieder können hier etwas posten, was nur für andere Gruppenmitglieder sichtbar ist. Man erhält zudem einen Gruppenchat, was überaus amüsant sein kann.

Gruppen eignen sich sowohl als alternative zu einer “Fan-Page”, als auch für Arbeitszwecke oder zum privaten Austausch. Sozusagen ein Netzwerk im Netzwerk.

 

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Mai 2 2011

HowTo: Wie man “Facebook-Fragen”
für immer los wird // UPDATE: DOCH nicht möglich!

Seit ein paar Tagen hat Facebook eine äh.. “tolle” neue Funktion: “Fragen” bietet jedem die Möglichkeit, eine Umfrage zu starten, mit der die Welt dann belästigt beglückt wird.

"Facebook-Fragen" ist jetzt eine der nativen Funktionen des Netzwerks

"Facebook-Fragen" ist jetzt eine der nativen Funktionen des Netzwerks

In meiner Timeline tauchen seitdem Meldungen auf, dass Freund XY findet, Hamburg sei das “beste Land”, “Friends” (und noch 6 andere) die “beste Serie” oder dass jemand sicher ist, dass Schalke den DFB Pokal gewinnt.

 

Naaa, wer wird DFB-Pokalsieger?

Naaa, wer wird DFB-Pokalsieger?

Mein Freund und digitaler Weggefährte Peter hat es schön auf den Punkt gebracht:

 

Peter, wie immer knackig und ohne Blatt vorm Mund

Peter, wie immer knackig und ohne Blatt vorm Mund

Auf meine Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, diese Super-Funktion auszublenden, kam per Twitter binnen Sekunden die Antwort von @korre:

@doktordab Links im Menü auf das Kreuz vor "Fragen" klicken. Voila. ;)
@korre
korre

Danke dafür! Eine der Millionen Gründe, warum ich Twitter liebe. //UPDATE (SIEHE AUCH UNTEN): Die Info war leider falsch! :-(

Hier nochmal im Detail die Anleitung:

1.) Auf  “Fragen” (im Fenster links über dem Chat) gehen, es erscheint ein “X”

 

Das "Fragen"-Symbol ist links über den Chat-Freunden
Das “Fragen”-Symbol ist links über den Chat-Freunden

2.) Auf das “X” klicken, es erscheint folgendes Dialogfenster:

 

JA! Bitte NIE wieder zeigen!

JA! Bitte NIE wieder zeigen!

3.) “Einstellungen speichern” -> FERTIG!

Facebook versteckt die Anwendung so gut, dass ich keine Ahnung habe, wie man das wieder rückgängig machen kann. Aber das will ich auch gar nicht.

//UPDATE 4.5., 14:42h//

Entweder funktioniert “Diese Anwendung auf der Startseite anzeigen: NIE” anders, als ich gedachte habe oder Facebook hat (mal wieder) einen Bug. Ich habe jedenfalls gerade schon wieder zwei Umfragen angezeigt bekommen. Nervig!

//UPDATE 5.5. 10:13//

Mein Verdacht erhärtet sich: Beschriebenes Vorgehen blendet lediglich den “Fragen”-Menübutton links aus. Die nervigen Umfragen werden weiterhin gestellt. ARGH!

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Apr 26 2011

HowTo: Wie man an seine iPhone-Bewegungsdaten kommt

Die Entdeckung der iPhone- und Android-Bewegungsdaten-Dateien hat die Gemüter hoch kochen lassen. Denn auch wenn viele immer das ungute Gefühl (oder Wissen) hatten, dass sie in ihrer Hosentasche ihren persönlichen Tracker mit sich herum tragen: Jetzt haben wir endlich die Gewissheit – und die Dateien vor der Nase.

Das iPhone-Tracking-Tool gibt (aus Datenschutzgründen) jedoch nur eine wöchentliche Übersicht darüber, wo man gewesen ist. Wer lieber minutengenau wissen will, wo er wann in den letzten Monaten gewesen ist, kann sich das Java-Applet des crowdflow-Projekts zu Nutze machen.

Crowdflow-Projekt: Spende Deine Daten!

Das Projekt bittet iPhone- (und später auch Android-) Nutzer darum, ihre Bewegungsdatei zu “spenden”. Mit dem Datensätzen will das “Geo-Soziale-Netzwerk-Experiment” zeigen, “wie Menschen überall auf der Welt reisen, wie sie leben, arbeiten, in den Urlaub fahren, sich bei Konferenzen treffen etc”.

Wer teilnehmen will kann das anonym oder öffentlich tun. Ich überlege derzeit noch, ob ich meine Datei zur Verfügung stelle. Denn einerseits könnte es ab einer gewissen kritischen Masse ein sehr schönes Bewegungsbild ergeben, das auch für Kulturwissenschaftler mal interessant sein könnte.

Andererseits bin ich eher ein Verfechter der Privatsphäre und sträube mich gegen den Gedanken, meinen Aufenthaltsort (auch wenn er anonym bleibt) Preis zu geben.

Bewegungsdaten leicht gemacht

Allerdings kann das Java-Applet des Projekt dazu benutzt werden, sich zunächst selber ein Bild von seinen Daten zu machen. Dazu wie folgt vorgehen:

1.) Applet herunterladen und am besten in einen eigenen Ordner packen. In diesem wird später auch die Bewegungsdatei landen.

2.) Applet ausführen, folgendes Fenster erscheint:

 

Das Crowdnet-Applet
Das Crowdnet-Applet

3.) Auf “Start” drücken. Die Datei wird generiert und befindet sich im selben Ordner wie das Applet.

4.) Die gz-Datei mit einem Zip-Programm entpacken (OSX macht das automatisch).

5.) Die Datei mit einem Textprogramm öffnen. Die Datei hat vier Spalten: Datum, Uhrzeit und Längen-, sowie Breitengrad.

6.) Längen- und Breitengrad kopieren und in Google pasten. Google wird automatisch die Daten interpretieren und den genauen Standort in Maps zeigen.

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Nov 20 2010

iTunes: Wie man
Apps umtauscht

Gestern noch habe ich mich geärgert, dass man Apps für iPhone/iPad nicht umtauschen kann. Heute hab ich zufälligerweise ein youtube-Tutorial gefunden, das in 3:30 Min erklärt, wie das geht. Es ist zwar nicht so einfach, wie ich es dachte, aber immer noch leicht genug, dass man sich die 1,59€ für ein unbrauchbares App wieder holen kann.

Kurz zusammengefasst:

  1. iTunes öffnen, in den iTunes-Store gehen
  2. Auf seinen Accountnamen (rechts oben) klicken, sich einloggen und dann noch mal dorthin klicken auf “Account”
  3. Nun solltet ihr eure Apple Account-Daten sehen, dort ist das zweite Kästchen wichtig: “Letzter Kauf”
  4. Auf “Einkaufsstatistik” klicken
  5. Ihr gelangt auf eine Liste mit den letzten Käufen. Unten rechts auf “Ein Problem melden” klicken
  6. Die in den letzten 90 Tagen gekauften Apps können beanstandet werden
  7. Neben der App, die umgetauscht werden soll wieder auf “Ein Problem melden” klicken. Es erscheint ein Drop-Down-Menü
  8. Hier einen passenden Punkt anwählen und JETZT WICHTIG…
  9. …in das Kommentarfeld reinschreiben, dass ihr die App umtauschen wollt.

Dem Tutorial zufolge sollte das Geld dann in den nächsten Tagen rücküberwiesen werden. Ich kann das bislang nicht bestätigen, scheint aber zu funktionieren. Angaben daher ohne Gewähr.

Hier das Tutorial in voller Länge:

Auf das Tutorial aufmerksam geworden bin ich über einen Kommentar im Blog-Eintrag von Johannes Eber. Der hat aus Versehen einen In-App-Kauf getätigt und für 44,99€ (Achtung! Festhalten!) SCHLUMPFBEEREN gekauft!

Hier ist die ganze Geschichte: App-Zocke in Schlumpfhausen: Wie mich das Gratis-Spiel Smurfs‘ Village 44,99 Euro kostete

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Okt 25 2010

Ausprobiert: Mediatheken durchsuchen & laden

Die Mediatheken von ARD und ZDF sind eine der großartigsten Erfindungen seit Beginn des Internets und werden meiner Meinung nach die Art wie wir Fernsehen dauerhaft verändern.

Leider ist der UMTS-Ausbau in Deutschland noch nicht so weit vorgedrungen, dass es überall schnellen drahtlosen Internetzugang gibt. Zudem ist es nicht möglich, mit mobilen Endgeräten auf die Mediatheken zuzugreifen. Und zu allem Ärger haben sich die Anstalten verpflichtet, die Beiträge nach einer gewissen Zeit wieder zu löschen.

Abhilfe für alle Programme verspricht das Programm Mediathek für Mac.

Mediathek für Mac OS X

Mediathek für Mac OS X

Es durchsucht die Mediatheken von  ARD, ZDF, 3sat, NDR, SWR, WDR, ARTE und SF und bietet an, die Sendungen im Quicktime-Player anzusehen oder herunterzuladen.

Das Programm ist ein Vorbild an Nutzerfreundlichkeit und intuitiver Bedienung. Bei Programmstart öffnet sich ein gut überschaubares Fenster:

So sieht "Mediathek für Mac OS X" aus

Sehr zügig lädt das Programm eine Liste empfohlener Beiträge. Unter der Kurzbeschreibung befinden sich zwei Buttons: “Laden” und “Abspielen”. Ein Klick auf “Laden” lädt das dazugehörige Flash-File lokal in den Download-Ordner des Macs (lässt sich in den Programmeinstellungen ändern). Ein Klick auf “Abspielen” öffnet den Quicktime-Player und der Film läuft relativ schnell an.

Ganz oben befindet sich eine Suchmaske, außerdem haben die Entwickler die Sendungen in Genres eingeteilt, so dass das Stöbern Spaß macht.

FAZIT: Ein kostenloses Programm, das ich sicher oft nutzen werden und jedem Fernsehjunkie empfehlen kann. Die Entwickler freuen sich übrigens über Spenden. Wird gern gemacht!

UPDATE: Heruntergeladene flv-Dateien kann man sich übrigens mit “Wimpy” anschauen. Ein Freund berichtete mir allerdings über leichten Probleme des Programmes beim Öffnen von flvs.

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Okt 18 2010

Facebook & Google:
Check your settings! (I)

Die Diskusion um Facebook und Datenschutz geht weiter. Daher hier ein paar Hinweise, die sich jeder Facebook- und Google-User mal ansehen sollte.

1. Importierte Facebook-Kontakte entfernen

Ich habe heute schon einmal folgenden Link gepostet: http://www.facebook.com/contact_importer/remove_uploads.php

Mit diesem ist es möglich, die Kontaktdaten, die man beispielweise per Handy-Synchronisation an Facebook geschickt hat, wieder zu löschen (ACHTUNG! VORHER BEI FACEBOOK ANMELDEN!).

Diese Synchronisation ist unter anderem dafür verantwortlich, dass Facebook die Email-Adressen von Nicht-Mitgliedern bekommt. Wenn diese sich schließlich doch anmelden, “kennt” das Netzwerk die Person bereits und weiß, mit wem sie interagiert hat und wen es als Freunde vorschlagen soll.

Bei Klick auf obigen Link sollte folgendes Dialogfenster erscheinen:

Facebook: So entfernt man hochgeladene Kontakte

Hier auf  “Entfernen” klicken, laut Facebook werden die Daten dann “nicht mehr in Deinem Telefonbuch angezeigt”. Nach einem wirklichem Löschvorgang klingt das zwar nicht, aber es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

2. Facebook-Personalisierung ausschalten

Facebook hat angekündigt, zukünftig mit “ausgewählten Partnern” zu kooperieren. Ziel: Das Interneterlebnis noch besser auf den einzelnen User abzustimmen. Im Klartext: Facebook und seine Partnerunternehmen tauschen die jeweils generierten Userdaten aus. Was das genau bringen soll, kann man hier nachlesen.

Erster Partner ist derzeit Microsofts Suchmaschine Bing. Noch ist das Unterfangen nicht bei jedem User verfügbar, aber es gibt schon in den Facebook-Privacy-Settings den entsprechenden Punkt zum An- und Abwählen dieser Option.

Auf Konto -> Privatsphäre -> Anwendungen und Webseiten (unten rechts!) -> Umgehende Personalisierung (vorletzter Punkt) gehen. Es erscheint folgendes Fenster:

Die Opt-Out-Funktion der Facebook-Personalisierung

Die Opt-Out-Funktion der Facebook-Personalisierung

Wie so oft bei Facebook ist der Haken bereits gesetzt, es wird also ein userunfreundliches Verfahren angewendet, da der Anwender 1.) von dem Verfahren wissen und dann 2.) die entsprechende Stelle in den Einstellungen kennen muss, um nicht an der Personalisierung teilzunehmen.

3. Google-Zugriff von Fremdseiten sperren

Einen ähnlichen Weg wie Facebook geht Google. Die Seite erlaubt es mit Zustimmung des Nutzers, dass andere Dienste auf sein Konto zugreifen. Das kann bequem sein, ist aber wenig empfehlenswert. Ein typisches Google-Konto enthält meist eh schon mehr Informationen, als man einem einzigen Unternehmen normalerweise geben würde. Dieses Wissen muss nicht noch mehr Seiten zur Verfügung stehen.

Es empfiehlt sich also mal, folgenden Link anzuklicken, um zu sehen, welche Webseiten bereits Zugriff haben: https://www.google.com/accounts/IssuedAuthSubTokens

Ich musste zu meiner Überraschung feststellen, dass eine mir völlig fremde Seite (yooper.rpxnow.com) Zugriff auf mein Konto hatte. Ich habe dies unverzüglich rückgängig gemacht und kann nur jedem dazu raten, mal nachzusehen, wie seine Settings eigentlich aussehen.

(Letzter Tipp via Sankt-Georg.info)

UPDATE: Die Facebook “Adressbuch löschen”-Funktion scheint derzeit überlasten. Von einigen Seiten hörte ich, dass es zu Error-Meldungen beim Löschprozess kommt.

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