Die Konstruktion des Selbst im Zeitalter der digitalen Kommunikation

http://danielbroeckerhoff.de/wp-content/uploads/2018/04/img_6126-1050x1050.jpg

Ich weiss immer nicht, ob mir dieser Spiegelselfie-Exhibiotionismus peinlich sein soll – oder ob ich ihn einfach als Teil der modernen Identitätskonstruktion akzeptiere muss, an dem ich Spass habe obwohl ich ihn auch kritisch finde.

Wir wissen doch eigentlich die Hälfte unseres Lebens gar nicht wirklich, wer wir sind und was uns zu dem gemacht hat, was wir jetzt glauben zu sein. Und je mehr wir versuchen, uns selber durch die Bestätigung von anderen zu definieren, desto weiter weg kommen wir von unserem wahren Ich.

Dabei sind wir als soziale Wesen natürlich immer darauf angewiesen, dass andere uns sagen, dass wir schon okay so sind, wie wir sind (oder am besten doppelplusokay). Aber diese modernen Medien zeigen ja höchstens das, was der Rezipient in ihnen sehen will. Ein Foto kann genauso viel Ablehnung wie Zuneigung erzeugen – ganz abhängig vom Betrachter.

Also keine Ahnung, was ihr in dieses Foto reininterpretieren werdet. Aber wo ihr schon mal hier seid könntet ihr auch noch einen Kommentar dalassen und mir einen schönen Bestätigungsdruck setzen. Junkie dankt.




Schreibe einen neuen Kommentar