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Während sich die Welt fragte, ob die Luftschläge des Westens in Syrien zu einer Eskalation führen könnten hab ich mich zusammen mit meiner Sambaschule in ein Landschulheim zurückgezogen und das einzig Vernünftige in so einer Situation gemacht: Musik.

Manchmal frage ich mich als Medienmacher, ob es wirklich gut ist, dass wir jetzt alles auf der Welt innerhalb von wenigen Minuten oder Sekunden mitbekommen können. Das stellt eine potentielle permanente Überforderung dar, die wir als Menschen gar nicht in der Lage sind zu verarbeiten. Eigentlich war es Mal der ureigenste Job von Journalisten diese Überforderung für das Publikum auszuhalten und vorzufiltern.

Aber mittlerweile kann jeder sein eigener Filter sein – das ist eine Demokratisierung von Medien, aber gleichzeitig birgt es auch die Gefahr, dass Gesellschaften druckdrehen, besonders wenn manche Player und Parteien diese Mechanismen für sich ausnutzen.

Manche meiner Freunde haben deswegen schon aufgehört sich mit Nachrichten zu beschäftigen. Das halte ich natürlich auch nicht für den richtigen Weg. (Wenn das alles machen würden! Mein Job!) Aber ab und zu Mal einen Schritt zurück treten und alles ausschalten ist glaub ich nicht nur für Journalisten wichtig.