Religiöse Regeln? Nein, Danke.

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Tanzen, Feiern, bestimmte Filme gucken: Es gibt jede Menge absurde Dinge, die man Karfreitag angeblich nicht darf. Am Meer sein gehört zum Glück nicht dazu.

Ich bin nicht besonders religiös, auch wenn mir klar ist, welchen Sinn Religion für viele hat: Sie gibt dem Leben eine Bedeutung, sie gibt uns Hoffnung und gleichzeitig gibt sie Regeln vor, nach denen ein gutes Leben gelebt werden soll. Das kann vieles einfacher machen.

Aber immer wenn ich mir ansehe, wie tiefgreifend und detailliert diese Regeln oft sind frage ich mich, ob hier der tiefere Sinn von Religion nicht völlig pervertiert wurde. Ein Mensch führt kein ethisches Leben, wenn er an einem bestimmten Tag bestimmte Dinge tut oder sein lässt. Er hält sich einfach an eine Regel und muss sich noch nicht einmal damit beschäftigen, ob diese für ihn bedeutsam oder sinnvoll ist. Regel eingehalten = guter Mensch. Instant Karma / Himmel / 77 Jungfrauen. So einfach. So völlig falsch.

Ich glaube, dass es im Laufe der Jahrtausende viele Menschen mit vielen guten Ideen gegeben hat. Manche von ihnen mögen sogar „erleuchtet“ oder sonstwie spirituell weiter entwickelt gewesen sein als wir. Aber statt wirklich zu üben, wie wir unserem selbstgeschaffenen Leid ein Ende setzen können, folgen wir lieber irgendwelchen Regeln und Glaubenssätzen. Das ist einfach und ist weniger schmerzhaft.

Also tanzt. Liebt. Lacht. Ich bin sicher, das hätte Jesus okay gefunden. Er ist ja schließlich wiedergekommen, um nochmal heftig abzugehen. Aber vielleicht ist das auch nur eine schöne Geschichte, um uns Hoffnung zu machen.