Schnee

http://danielbroeckerhoff.de/wp-content/uploads/2018/02/img_4632-1050x1050.jpg

Schnee ist etwas fabulös Tolles: Gefrorenes Wasser, das vom Himmel fällt und alles weich und fluffig und hübsch anzusehen macht, wenn es in Haufen geruht liegen zu bleiben. Sogar sonst sehr abgrundtief unschön anzuschauende Städte wie (hier Namen Deines Heimatortes eintragen) werden auf einmal zu winzigen Winterwunderwelten in denen Schneewichtel in weißen Wolken wunderbare Weisen wimmern. (Mehr Wörter mit W sind mir nicht eingefallen. Symbolbild „Schneewichtel“ anbei.)

Aber nur, wenn man einen Platz hat, an dem man nach dem Winterwundergewandere seine kalten Pfoten am Feuer oder einer Zentralheizung wärmen kann.

Schnee ist etwas abgrundtief Gemeines: Zeichen für die grausame Kälte der Rabenmutter Natur, die ihre Kinder mit grimmigem Frost und kalter Hand langsam leiden lässt. Sogar sonst sehr freundliche Städte wie (hier den Namen der Lieblingsstadt vorstellen, in der Du leider nie wohnen wirst) werden zu garstigen Grotten, in denen gottverlassene Geier geifernde Gruppen von gierigen Gegnern gegeneinander im Kampf um die letzten Schlafplätze aufhetzen.

Wenn man eben keinen Platz hat, an dem warm und trocken und vor allem sicher Zuflucht suchen kann.

Von Menschen, denen es so geht gibt es in jeder Großstadt immer noch zu viele. Teilweise weil sie nicht anders leben können oder wollen oder weil sie keine Chance auf ein anderes Leben erhalten.

Solltet ihr jetzt in den miesfieskalten Nächten jemanden auf der Straße sehen, der dort weder hingehört noch klar kommt, dann fragt ihn/sie, ob Hilfe benötigt wird und ruft gegebenenfalls einen der Kältebusse. Damit die Welt nicht ganz so kalt ist, trotz Minus 12 Grad. Danke.