Jede Gesellschaft kriegt die Politik, die sie verdient

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Samma – was da draußen eigentlich los?

Erst wochenlanges Warten auf eine Jamaika-Koalition mit „Ich will in das Land verändern“-Lindner. Dann schmeißt genau der hin, weil man als kleiner Koalitionspartner nicht alles kriegen kann, was man will (surprise!).

Und alles, was uns davon bleibt sind schlechte Insel-Wortspiele und ein „besser nicht XX tun, statt es falsch zu tun“-Meme. Ausgerechnet von einer Partei, die Mut zum Experiment propagiert – hat die Ironie eigentlich irgendwer geahnt?

Dann soll es stattdessen ne GroKo geben – ausgerechnet mit der Partei, die auf keinen Fall wieder GroKo spielen wollte. Und als dann die CDU endlich ihre Regierung zusammen hat, fängt die eine Hälfte der Union zu mosern an, dass man dafür Kompromisse eingehen muss (zuviel Lindnerstrasse geguckt?).

Währenddessen beklagt sich DER Mann, der die Machtspiele in der Politik von hinten bis vorn kennen sollte, weil er es bis zum Außenminister gebracht hat darüber, dass es in der Politik Machtspiele gibt – sogar in der eigenen Partei!

Und am Rand stehen die Oppositionsparteien und singen hämisch das Lied vom Untergang des Volksparteienlandes.

Leute – dieses Drehbuch ist mir gerade eine Spur zu ausgelutscht. Wenn ich schlechte Filme sehen will, gehe ich in was mit ohrlosen Hasen oder einem sich selbst kopulierenden Goethe.

Politikverdrossenheit ist ja echt nicht mein Ding, aber gerade kann ich es verstehen wenn die Hälfte des Landes ständig gegen Laternenpfähle läuft, weil da immer ihre Hand im Gesicht ist.

Aber: Jede Gesellschaft kriegt die Politik, die sie verdient. Da waren wir wohl ganz schön unartig.