Das war sch**de, aber ich hab daraus gelernt

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Manchmal passieren Dinge, die schlimm und gut gleichzeitig sind.

Als ich heute meine beiden Reifen rechts platt gefahren hatte, weil ich in Eile auf einen Parkplatz wollte und die Abkürzung über die Bordsteinkante nahm, – an denen beide einen plötzlichen Tod starben – fand ich das ziemlich sch***ade. Glück im Unglück: ich strandete vor einer Autowerkstatt, die innerhalb von drei Stunden das Auto wieder fahrtüchtig bekam.

200€ später wurde mir klar, was die Bordsteinkante des Reifentodes mir sagen wollte: wenn Du das nächste Mal gestresst und in Eile bist – zieh die Notbremse. Sag den Termin ab oder komm später. Lass die Wäsche liegen, die Spülmaschine unausgeräumt, die Krümmel auf dem Boden. Erlaube es Dir, überfordert, gestresst oder übermüdet zu sein und das auch zu sagen. All zu oft scheitern wir doch an unseren eigenen, überzogenen Ansprüchen, alles schaffen zu müssen und dabei noch gut auszusehen.

Als ich dann in der U-Bahn dieses Gitter unter dem Sitz sah wusste ich erst nicht, ob es voller lachender oder weinender Gesichter ist. Dann fiel mir auf: Es ist beides zugleich. Es kommt nur auf die Perspektive an. Und so kann selbst ein mieser Moment noch was Gutes haben.

Was waren eure „Das was sch***ade, aber ich hab daraus gelernt“-Momente?