Neues entdecken.

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Als Kinder sind wir unfassbar neugierig, die ganze Welt muss erforscht werden. Wir kennen keine Hemmungen und wenn wir uns sicher fühlen gehen wir offen auf jeden zu, der uns begegnet. Durch unsere Tochter haben wir in den letzten Tagen so viele Menschen kennen gelernt, mit denen ich wohl sonst nie ein Wort gewechselt hätte.

Die Kellnerin Hager, die ihr immer ein Küsschen gibt und die immer 14 Tage hier in der Anlage arbeitet und dann 10 Tage bei ihren Kindern ist. Als fast einzige Frau arbeitet sie in dieser Männerdomäne – und sie hat sich scheiden lassen. In Ägypten alles noch totale Ausnahmen.

Oder Ahmet, der bis spätabends in den Restaurants bedient und dann wieder um 8 Uhr morgens die Reservierungen in der Lobby annimmt. Manchmal schläft er nur 3 Stunden hat er mir erzählt. Aber für viele Menschen in diesem Land ist es normal 12 bis 15 Stunden arbeiten, besser als gar keine Arbeit zu haben und auf die Almosen der Familie angewiesen zu sein.

Aber je älter wir werden, desto mehr verlieren wir diese Gabe, jedem neugierig und ohne Vorurteile entgegen zu treten. Und auf der anderen Seite entwickeln wir Hemmungen uns selbst anderen einfach offen zu zeigen. Auch deswegen bin ich Journalist geworden: Weil ich es genieße, in diesem Job ständig neue Menschen kennen zu lernen und von ihnen neue Impulse zu bekommen.

Zum Foto: Die Anlage in der wir Urlaub machen ist schon riesig, sollte aber noch viel größer werden. Auf der anderen Seite des Haupthauses ist ein ganzer Komplex, der nie fertig gebaut wurde – bis auf dieses eine kleine Haus ganz am Ende. Sogar der Sonnenschirm stand schon. Aber es wurde wohl nie bezogen. Und ich würde zu gern wissen, was da eigentlich passiert ist.