Der Virus Gewalt

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Würzburg, München, Reutlingen, Ansbach. Alles junge Männer. Alle mit Gewalterfahrung. Entweder als Flüchtende aus Kriegs- und Krisengebieten. Oder als Opfer von Ausgrenzung und Mobbing.

Von zweien wissen wir, dass sie in Behandlung waren. Wegen Angststörung oder Suizidversuchen.

Alle wurden zum Täter. Teils mit pseudo-islamistischem Hintergrund wie in Würzburg. Teils aus persönlichen Motiven wie in München. Bei den Tätern von gestern wissen wir es noch nicht.

Der Virus Gewalt ist ihr gemeinsamer Nenner. Sie wurden infiziert und haben ihn weitergegeben. Wenn er nicht gestoppt wird, verbreitet er sich weiter. Solange bis nichts mehr da ist.

Jeder kann für sich selber entscheiden, ob er diesen Virus in sich tragen will und weitergeben will. Oder ob er dagegen ankämpft. Aber: Eben nicht mit Gewalt. Das ist das Paradoxe.