Was wurde aus den Mitarbeitern der „Westfälischen Rundschau“?

Stell Dir vor, du kommst morgens zur Arbeit, wirst auf eine Betriebsversammlung gerufen und da teilt Dir dann der Chef mit: „Vielen Dank für die gute Arbeit in den letzten Jahrzehnten. Aber wir machen den Laden in 14 Tagen dicht. Das Produkt bleibt, wird jetzt aber von euren Mitbewerbern erstellt. Wird kaum einer mitkriegen. Wiedersehen.“

Klingt unglaublich, passierte aber so Mitte Januar 2013 den 120 festangestellten Mitarbeitern der „Westfälischen Rundschau“ in Dortmund und Umgebung. Und was kaum einer für möglich gehalten hätte, bekam der WAZ-Konzern (heute: Funke-Gruppe) tatsächlich hin: Redaktion vor die Tür gesetzt, Zeitung weiter erhalten – mit Inhalten aus Konkurrenzblättern.

Wovon leben die Redakteure jetzt?

Ein Jahr nach der Schließung der Redaktion hat mein Kollege Jan-Ole Niermann ehemalige Redakteure ausfinding gemacht und sie gemeinsam mit mir besucht (ich bin eigentlich nur mitgekommen, weil Ole noch nicht so lang dabei ist, den Löwenanteil der Arbeit hat er gerissen). Was ist aus den Redakteuren geworden? Wie sind sie mit der Schließung klar gekommen? Wovon leben sie jetzt?

Drei Lebenswege haben wir im Film festgehalten. Vier weitere gibt es hier in der Slideshow bei Zapp zu lesen.

Für den Hintergrund: Das ist der Film von Kollege Boris Rosenkranz aus dem Januar 2013, über die Schließung der WR und den vergeblichen Bemühungen der Mitarbeiter, sich zu wehren: