Statt über Stress jammern: Waffeln backen

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Da war dieser Text in der ZEIT. Zwei Kollegen beklagen darin, dass sie es nicht schaffen, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen. Ich fand mich im Text in Teilen wieder.

Ich tat, was ich als vernetzt arbeitender Journalist tue. Ich teilte den Artikel. Es passierte, was ich beabsichtigte. Eine Diskussion begann.

„Schmerzensväter!“ schrieb eine Kollegin…

…und auch eine andere kritisierte den Text. Wir begannen, im Chat zu diskutieren. Ich versuchte, zu erklären, warum ich mich vom Text angesprochen fühlte.

Der Druck, die unstete Arbeit als Freiberufler, die Flexibiltät, die Konkurrenz, das schlechte Gewissen, die hohen Erwartungen. Dass ich auch überlegen würde, darüber zu schreiben. Aber vielleicht sei es von Nachteil. Wer Schwäche zeigt, macht sich angreifbar. Ein Lamento erster Kajüte.

Verständnis und ein Rat.

Ich bekam: Verständnis. Und den besten Rat seit langem:

Vielleicht ist es einfach so, dass jeder mal mit seinem Lebensentwurf oder dem was dann daraus wird, hadert. (…)

Aber wenn Du was ändern willst, nutzt Du die Zeit, die Du auf den Artikel verwandt hättest, fürs waffelbacken oder in den Zoogehen.

Jetzt hab ich trotzdem was geschrieben. Aber nur kurz. Denn jetzt muss ich in den Zoo. Waffeln backen. Für die Tiger.