Endlich online!

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„Das Design meinst Du aber nicht ernst, oder?“, fragte mich Kollegin Heike von koeln-format.de als ich ihr mein damals „neues“ Design im Oktober zeigte. Leicht irritiert ließ ich mich belehren, dass das Design, was ich mühevoll aus hunderten anderen kostenlosen Themes rausgesucht hatte, total altbacken, zu klein gestaltet und unzeitgemäß sei. Was sie von meinem ursprünglichen Layout hielt, das mich die letzten Jahre nach außen repräsentiert hatte, sagte sie mir zum Glück nicht.

Ich hatte mich seit Jahren nicht mehr wirklich mit Webdesign beschäftigt. Dabei hatte ich in der ersten Hälfte der 2000er teilweise meinen Lebensunterhalt und mein Studium mit der Gestaltung von Internet verdient. Es war höchste Zeit.

Verzweifelte Suche

Die Suche nach einem passenden Theme ließ mich im Dezember dann beinahe verzweifeln. Allein auf themeforest.net hat man die Auswahl aus hunderten verschiedenen Designs. Wie sollte es aussehen? Tumblr-Style, klassischer Blog, Portfolio, Magazin, minimalistisch, verspielt, technisch aufwändig? Ein passendes Theme zu finden ist fast so schwierig, wie einen passenden Partner aufzutreiben.

Kernkompetenz bei der Theme-Suche: Konzentrieren und nicht die Nerven verlieren.

 Mein größtes Problem: Eine Mischung aus Porfolio und Blog zu finden ist wirklich schwer. Viele Designs sind entweder das eine oder das andere. Ich wollte aber beides: Portfolio für meine Arbeit, Selbstdarstellung für Menschen, die mich noch nicht kennen und ansprechendes Blog-Design mit technischer Finesse für regelmäßige Leser.

Gar nicht so einfach. Viele auf den ersten Blick tolle Designs haben irgendwo einen Haken. Nach Nächten des Suchens hatte ich eine Hand voll Themes zusammen, die in Frage kamen. Peter und Nilo von den Blogrebellen halfen mir dann über Silvester erst, das passende Design zu finden und dann zeigte mir Peter noch die Grundlagen der Anpassung von Seitenlayouts (an dieser Stelle dafür ein extra Danke an euch! Props und so!). Ohne diese Hilfe wäre ich verloren gewesen.

Danke Blogrebellen!

Letztendlich ausschlaggebend war für mich bei diesem Theme, dass es sehr auf Bilder und Videos setzt, aber trotzdem sehr gut strukturiert ist und die Artikel lesbar gelayoutet sind. Überzeugt hat mich auch das sehr innovative Menü und die dezenten Hover-Effekte. Zwar ist das Theme dadurch etwas weniger puristisch, als es derzeit Trend ist, aber als Bewegtbildjournalist bin ich ein Fan von Bildern und schönen Optiken.

Schöne Bilder machen mich…

Wer mehr über die Designtrends 2014 wissen will: Daniel Fiene hat die hier gut zusammengefasst. Für mich war der Artikel eine wichtige Inspiration und Orientierung, die mich letztendlich dazu gebracht hat, auf einige Dinge zu verzichten und das Layout der Seite noch einmal anpassen zu lassen, so dass es zukünftig einspaltig laufen soll und die Sidebar erst unter dem Artikel neben den Kommentaren erscheint. Meine Hoffnung: Die Leser so weniger ablenken, damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: Den Inhalt.

Immer noch Beta

Leider ist meine Seite immer noch im Beta-Stadium, da ich einige heftige Probleme bei der Umstellung des Themes hatte und noch einige Rest-Beschwerden geblieben sind. Die technischen Details spare ich mir jetzt, aber wer schon mal mit Web-Programmierung zu tun hatte, kann sich vielleicht denken, was passiert, wenn ein noch sehr frisch programmiertes Theme wie das von mir Gewählte ins freie Netz entlassen wird und dort auf alle möglichen Browser, Geräte und Nutzer-Szenarios trifft: CHAOS!

Es hat jetzt fast einen Monat gedauert, alles mehr oder weniger so hinzubekommen, wie ich es haben wollte. Trotzdem sind die meisten meiner Artikel noch nicht an das neue Theme angepasst und hier und dort braucht es noch Schönheits-OPs im Layout. Über Feedback, Anregungen und Fehlermeldungen freue ich daher sehr. Aber immerhin: Endlich online!

YEAH! (Gott, bin ich müde.)

Tipps für Seitenbetreiber

Wer noch gar keine eigene Seite hat, aber dieses Jucken in den Fingern spürt auch endlich ein eigenes Baby ins Netz zu stellen oder wer endlich mal seine olle Seite auf Vordermann bringen will – Hier meine Tipps für Relaunches und angehende Seitenbetreiber:

  1. Finde heraus, was Du von Deiner Seite willst! Soll sie informieren, repräsentieren, soll sie ein Magazin sein oder ein klassischer Blog? Willst Du darauf Netzfundstücke sammeln, Deine Arbeit zeigen, Deine Meinung abgeben oder eine Mischung aus allem?
  2. Mach Dir einen Plan, wie die Seite strukturell aufgebaut sein soll: Welche Seiten willst Du anlegen? Brauchst Du ein Portfolio? In welche Kategorien sollte Dein Blog aufgeteilt sein? Generell gilt: Weniger ist mehr, vor allem mehr Übersichtlichkeit. Und die braucht es im Netz, denn:
  3. Denke an den Nutzer! Was will er/sie auf Deiner Seite? Wie kommt er/sie dahin? Was wird ihn/sie dann interessieren? Und was ist überfüssig? Im Zweifel: Weglassen! Zuviele Dinge, Teaser, Spalten irritieren mehr als das sie interessieren.
  4. Was soll die Seite können? Welche Features sind zwingend notwendig? Viele Dinge kann man mit Plugins nachrüsten, einige müssen jedoch sehr aufwändig nachprogrammiert werden, was ins Geld geht.
  5. Wie sieht die Seite mobil aus? Teste sie auf Smartphones und Tablets, um zu schauen, ob das responsive Design gut umgesetzt wurde.
  6. Aber am Wichtigsten: Such Dir ein Design, das Dich persönlich anspricht und mit dem Du Dich gut repräsentiert fühlst. Was andere denken ist eher sekundär, wenn auch nicht völlig unwichtig. Aber am Ende ist es DEIN Netz-Zuhause, in dem Du Dich wiederfinden musst.

Empfehlungen

Als WordPress-Betreiber kann ich dieses Content-Management-System nur empfehlen. Es wird zwar immer mächtiger und damit immer weniger intuitiv, dafür wächst aber auch die Zahl derer, die bei Fragen helfen können. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Einstellungs- und Erweiterungsmöglichkeiten, die keine Wünsche offen lassen.

Für Designs von WordPress-Blogs kann ich themeforrest.net empfehlen, schöne Themes gibt es aber auch bei okay-themes. Mein Theme kommt von Pixelgrades aus Rumänien, die einen erstklassigen Support anbieten und sich viel Mühe machen, ihre Kunden zufrieden zu stellen.

Empfehlen kann ich für Video-Produzenten außerdem die beiden Plugins, die bei mir zum Einsatz kommen. Auf der Startseite und in den Rubriken „Klub Konkret“ und „Zapp“ läuft Slidedeck2. Das Plugin ist zwar sehr teuer, dafür bringt es aber das praktische Feature mit, aus verschiedenen Netzquellen sich selbst updatende Slider zu bauen, so dass man die Slideshow nur einmal konfigurieren muss, um z.B. immer die neuesten Videos einer Youtube-Playliste zu laden.

In der Sidebar läuft Slider Pro, das einzige Plugin, das Video-Gallerien in einer Lightbox darstellen kann – ein Effekt, den man sonst nur von Fotos kennt. Ich habe sehr lange gesucht, bis ich das Ding gefunden habe. Ursprünglich war es für die Startseite gedacht, aber dort kam es auf mobilen Geräten zu Problemen, so dass ich es erstmal durch Slidedeck2 ersetzt habe.

Was sind eure Tipps und Empfehlungen? Worauf achtet ihr bei Netz-Seiten? Was spricht euch an?



  1. Franzi

    Schick schick hier! Ist gut geworden.
    Die Animationen sind cool, aber sie haben mich so dermaßen abgelenkt beim Lesen.
    Ich achte bei Websiten sehr oft auf das Icon in der Kopfzeile. Deins erinnert mich irgendwie an die Deutsche Bahn, sorry 😀
    Aber dieses Blau/Türkis hier gefällt mir wirklich gut.

    Grüße 🙂

    • Daniel Bröckerhoff

      Danke für’s Feedback 🙂 Welche Animationen meinst Du genau? Den Slider in der Sidebar? Der ist ja das einzige, was sich bewegt…

      Der Header ist eine Helvetica-Variante, das kann schon sein, dass Du Dich da erinnert fühlst 😉

    • Franzi

      Ich meinte das „DB“ oben.
      Achso und was ist das für ein Bild im Hintergrund der Website?
      Find ich gut, dass es so unauffällig und abstrakt ist.

      Grüße 🙂

    • Daniel Bröckerhoff

      Achso, Du meinst das Seiten-Icon. Ja mei. Das ist weder rot noch eckig. Dass ich dieselben Initialen haben wie unser geliebter Transportkonzern, da kann ich leider nichts für 😉

      Der Hintergrund ist die Klub-Konkret-Kulisse in sehr abstrakt, überbelichtet und grün eingefärbt.


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