Was mich heute morgen beschäftigt

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Unsere Welt ist kompliziert und für jemanden wie mich, der gern den Dingen auf den Grund geht und alles verstehen will manchmal ziemlich verwirrend.

„Die Wahrheit“ gibt es sowieso nicht, aber das hält mich nicht davon ab, mir an diesem Advents-Samstag grundsätzliche Gedanken am Frühstückstisch zu machen.

Denn was allein in den vergangenen Stunden an Meldungen und Meinungen elektronisch angespült wurde, ist Grund genug, mal wieder sicher geglaubte Wahrheiten auf den Prüfstand zu stellen.

    1. Ist Michael Chodorkowski ein „Kreml-Kritiker“ und Putin-Opfer oder ein Oligarch, der zu Recht verurteilt wurde, aber auf dessen Seiten sich die westlichen Medien schlagen, weil er „unsere“ Interessen vertreten hat?
    2. Ist Putin also ein gerechter Herrscher, der Russland vor fremden Interessen beschützt oder ein Diktator und willkürlicher Tyrann, der Homosexuelle unterdrückt und Kritiker wegsperren lässt?
    3. Ist die Rassismus-Debatte im Netz gerechtfertigt, weil wir in einer rassistischen Welt leben oder ist sie überhitzt und sollten wir besser einander Fehler verzeihen, wie Patrick Breitenbach hier vorschlägt?
    4. Ist die Kapitalismus-Kritik des Papstes gerechtfertigt, weil ständiges Wachstum unser Fortbestehen auf diesem Planeten bedroht, wie in diesem Video angekündigt:

Oder haben die Kommentaroren von Die Zeit Recht, die meinen Kapitalismus sei die beste aller Systemformen, weil sie denen Fortschritt, Wohlstand und Wachstum beschert, die sich anstrengend und bereit sind, dafür Leistung zu erbringen?

Sachdienliche Hinweise und Meinungen erbeten.



  1. @Scub4

    Auch über die nachdenkseiten erreicht mich heute dieses Dossier zu Chodorkowski: http://www.netstudien.de/Russland/chodorkowski.htm#.UrQ5HI3Gldo . Wie üblich liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte – C. ist ein Krimineller, aber Putin hat ihn nur verurteilt, um ein Zeichen zu setzen. Genauso auch Timoschenko – ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass man in der untergehenden Sowietunion derartige Geldsummen anhäufen konnte, OHNE sich die Finger schmutzig zu machen. Davon abgesehen kann natürlich die Verurteilung C.s 10 mal gerechtfertigt gewesen sein – das macht Putin nicht ein Jota demokratischer.

    Zu dem ZEIT-Kommentar spare ich mir mal eine Aussage – für hart an Unhöflichkeit grenzende Polemiken habe ich andere Kanäle 😉

    Ansonsten noch eine kurzer technischer Kommentar: Das ist das erste Mal, das ich auf deinem Blog direkt kommentiere. Ist das Absicht, dass die Schriftfarbe, in der ich diesen Kommentar schreibe, ein seeeeehr helles grau ist, der Hintergrund aber weiß? Ich kann meine eigenen Wörter kaum lesen 😉


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