Achtung Gutmenschen! #LampedusaHH braucht Geschenke!

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Irgendwie verpackt, geschickt inszeniert. Geht doch.

„Schenkt Zeit, statt Zeug“, hab ich hier vor kurzem gefordert, aber es gibt auch Menschen, die können Zeug ganz gut gebrauchen. Flüchtlinge zum Beispiel.

Von denen gibt es gerade in Hamburg so einige. Der Streit um die in der Hansestadt gestrandeten Flüchtlinge, die in Italien wegen Überlastung nicht mehr erwünscht waren und nun im Norden teilweise auf der Strasse, teilweise in Unterkünften der St. Pauli-Kirche leben schwelt seit Monaten.

lampedusahh

Die Unterstützung für die Flüchtlinge ist überall auf St. Pauli zu sehen.

Die Bleiberechtsfrage für die Gruppe ist rein juristisch eine Schwierige, die deutsche Flüchtlingspolitik bleibt restriktiv und darüber wird ganz gern vergessen, dass es sich hier um Menschen handelt, die nicht aus reiner Abenteuerlust ihre Heimat und ihr Umfeld verlassen haben – und bald im dunklen und kalten Hamburg ohne Familie und Freunde Weihnachten feiern müssen (so sie es denn tun).

Geschenke zwischen 5 und 10 Euro

Die Unterstützer der sogenannten „LampedusaHH“-Gruppe fordern daher ihre Mit-Hamburger auf, den Flüchtlingen kleine Geschenke im Wert zwischen 5 und 10 Euro zu machen.

Alle Infos auf diesem virtuellen Flugblatt:

 

Ich bin dem Aufruf gefolgt und habe letzte Woche Herrenkosmetik und Schoko-Macadamia-Nüsse gekauft:

Zweimal Herren-Creme und was Süßes. Ich hoffe, es freut jemanden.

Zweimal Herren-Creme und was Süßes. Ich hoffe, es freut jemanden.

Meine Verpackungskünste sind so naja, aber irgendwie hab ich es mit Hilfe meiner Tochter trotzdem
hinbekommen, zwei vorzeigbare Päckchen daraus zu machen und sie am Freitag im St. Pauli-Fanladen abzugeben.

Die Flüchtlinge brauchen vor allem eins: Geld

Ich hab dann bei Melli von der Flüchtlingsorganisation Karawane Hamburg nachgefragt, was noch für Dinge für die Flüchtlinge gebraucht werden.

Nach Ihrer Aussage ist es vor allem Geld, das derzeit fehlt. Warme Wintersachen und Co seien reichlich vorhanden, die Hamburger hätten erfreulich viel gespendet.

 

Irgendwie verpackt, geschickt inszeniert. Geht doch.

Irgendwie verpackt, geschickt inszeniert. Geht doch.

 

Das Geld will die Karawane Hamburg nach Mellis Angaben für Anwaltskosten, HVV-Tickets für die Flüchtlinge oder Plakate und andere Aktionen nutzen, die zwangsläufig ein paar Euro fünfzig kosten.

Wer sich also mit der Flüchtlingsproblematik auseinander setzt, sich mit Flüchtlingen solidarisch erklären will, auch wenn es das generelle Flüchtlings-Problem nicht löst oder wie ich der idealistischen Meinung ist, dass es keine Flüchtlinge mehr geben sollte, weil kein Mensch aus seiner Heimat flüchten müssen oder wollen soll, ist herzlich eingeladen, LampedusaHH Geld oder Geschenke zu spenden.