Mein erster 30-Minüter

Fernseh-Reportagen und Dokumentationen werden im Allgemeinen als Königsdiziplin angesehen. Jeder Fernsehmacher träumt davon, irgendwann mal Langstücke machen zu dürfen. Auch wenn es viel Arbeit, Nervkram und Durchhaltevermögen braucht – seinen Namen unter einen 30-, 45- oder 60-Minüter zu sehen, ist etwas ganz Besonderes. Vielleicht vergleichbar mit dem Veröfentlichen eines Buches. Ich bin in diesem Moment dabei, meinen ersten eigenen 30-Minüter zu schneiden (keine Co-Autorenschaft wie sonst) und werde hier die nächsten 5 Tage live davon berichten.

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Das Thema

Hauptdarsteller des Films ist Boy Jöns, ein echtes nordfriesisches Original. Er ist Inhaber zweier Bernsteinschmuckläden in St. Peter Ording und betreibt in der Hauptfiliale nebenbei noch das Nordsee-Bernsteinmuseum.

 

Boy Jöns in seiner Werkstatt

Boy Jöns in seiner Werkstatt

Außerdem ist er Bürgervorsteher des Ortes, also quasi der “Gruß-Onkel” des Dorfes. Wenn es eine Rede zu halten gibt oder Honorationen begrüßt werden müssen, ist Boy Jöns gefragt. Außerdem ist er ein echter friesischer Schnacker und Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Eine echter Macher also.

Das Ziel

Ein 30-Minuten-Porträt für den täglichen 18:15-Reportage-Sendeplatz des NDR. Der NDR Kiel wollte, dass wir ihn übers Jahr begleiten und so auch zeigen, wie sich St. Peter Ording in dieser Zeit verändert. Außerdem soll Boy Jöns in seinem Alltag gezeigt werden, seine Familie, sein Beruf, sein Ehrenamt und wie er das Jahr verbringt.

Der Zeitplan

Ich habe Jöns seit Februar drei Mal getroffen, an insgesamt vier Drehtagen habe ich ihn mit der Kamera begleitet. Die Vorbereitungen begannen schon im Sommer 2010, als ich Boy Jöns im Urlaub kennenlernte und ihn spontan fragte, ob er sich eine Reportag über ihn vorstellen könne.

Das Stück soll Anfang nächsten Jahres ausgestrahlt werden. Ab heute (Montag, 15.8.2011) schneide ich insgesamt fünf Tage mit meiner Cutterin Renate. Die erste Abnahme durch die Produktionsfirma Elbmotion Pictures (EMP) soll am Mittwoch um 17 Uhr sein.

Am Donnerstag oder Freitag kommt der Redakteur aus Kiel zur Abnahme, danach ist noch Luft für den Umschnitt. Anschließend wird das Stück in der Endfertigung von einem professionellen Sprecher vertont.

Der Liveblog

Gerade kam mir die Idee, die Entstehung des Film als eine Art Werkstattbericht 2.0 zu livebloggen. Da mindestens drei Follower die Idee gut fanden, werde ich also in regelmäßigen Abständen das Fortschreiten der Arbeit und unsere Stimmung hier festhalten. Über RTs, Kommentare, Feedback und Aufmunterungen freue ich mich sehr. :-)

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9 Responses to “Mein erster 30-Minüter”

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