Cloudservice “Wuala” will nach Protesten AGB ändern

Der Cloud-Service “Wuala” verbietet seinen Nutzern in seinen AGB, rassistische, pornographische, gewalttätige oder anderen rechtswidrige Daten zu speichern, sowie “keine Werbung oder politischen Beiträge bzw. politische Werbung auf Wuala” abzulegen. Nach Protesten kündigt das Unternehmen jetzt Änderungen an. Zumindest teilweise.

Das ging schnell: Nach einem irritiertem Tweet meinerseits…

Auf #wuala dürfen keine rassistischen,pornographischen,gewalttätigen Daten od politischen Beiträge/Werbung gespeichert werden?! #cloud #AGB
@doktordab
Daniel Bröckerhoff

…und einem daraus resultierendem Blogpost von Kollege Torsten Kleinz hat das Unternehmen in Blogkommentaren und Tweets angekündigt, seine AGB zu ändern.

Im Blog von Torsten kommentierte ein Bernd vom Wuala Support-Team:

“Die Formulierung ist an diesem Punkt sicher nicht optimal und auch so nicht praktiziert. Wir werden sicher nicht gegen legale politische Beiträge vorgehen und haben das auch nicht getan.

Wir werden das zügig überarbeiten und in diesem Zusammenhang die AGB inhaltlich überarbeiten.

Siehe auch http://bugs.wuala.com/view.php?id=4604 . unser CTO schreibt hier:

‘Our current terms of service do not accurately reflect Wuala any more. They have been written when we still had much more focus on public files (e.g. the “World”) tab. Todays focus lays more on security and privacy. The ‘social online storage’ has become ‘secure online storage’.

Consequently, we should consider relaxing clauses in the terms that are designed to mitigate problems related to public distribution of files.’”

Als paranoide skeptische Journalisten befürchteten Torsten und ich erst einen Krautchan-Troll-Angriff. Doch Bernd meldete sich über einen (vermutlich echten) Twitteraccount bei mir und bestätigte die geplanten Änderungen:

@ hat bernd dir eine wuala-adresse hinterlassen?
@doktordab
Daniel Bröckerhoff
@ hat er. Das war schon von mir ;) ^BG
@Wuala
Wuala
@ tja, auf den namen "bernd" reagiert man halt heutzutage etwas vorsichtig. und wieso der link auf einen bugerport?
@doktordab
Daniel Bröckerhoff
@ Luzius hat das ticket heute erstellt als reakt. auf den Artikel. Er wird sich selbst drum kümmern. Daher der Link. ^BG
@Wuala
Wuala

Zumindest die Formulierung, die sich auf “politische Werbung” oder Beiträge bezieht, will man also anpassen. Die anderen nicht.

Teilweise find ich das gut. Euren Lieblings-Actionfilm werdet ihr jedoch wohl auch zukünftig nicht bei Wuala speichern dürfen. Aber dafür gibt’s ja Dropbox.

Interessant? Sag es weiter! Facebook ist aus Datenschutzgründen vorerst nicht mehr verfügbar.

4 Responses to “Cloudservice “Wuala” will nach Protesten AGB ändern”

  • Bachsau Says:

    Ist doch Wurstbrot, was du bei denen speicherst, solange du es nicht frei gibst! Wenn es stimmt, was Wuala sagt, dass die Daten verschlüsselt werden und dein Passwort deinen Computer niemals verlässt, dann kann Wuala gar nicht wissen, was du da speicherst. Also isses auch egal, was diesbezüglich in den AGB steht.

  • Torsten Says:

    Nichts ist passiert bisher.

  • Torsten Says:

    Und noch immer sind die AGB unverändert.

    • Bachsau Says:

      AGB Änderungen sind oft sehr aufwändig, weil alles juristisch geprüft werden muss. Für so eine Lapalie lohnt sich vermutlich nicht, und es immer besser sich den Rücken etwas weiter frei zu halten.

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