Jun 14 2013

st_ry: Wie wir an
Folge 1 basteln

Vor einigen Tagen haben wir in Absprache mit starnext die Funding-Phase verlängert. Da wir den Eindruck hatten, dass das holprige Funding vor allem daran liegen könnte, dass unser Produkt noch nicht so klar ist, wir also nichts zum Vorzeigen haben außer guten Ideen, sitzen wir gerade in der Recherche für Folge 1. Die soll möglichst schnell online gehen. Gar nicht so einfach.

Denn vor dem Dreh kommen die Interviewanfragen, kommt die Recherche, kommt die Frage, was man eigentlich erzählen will, kommen zahlreiche Telefonate, um das zu klären und dann stellt sich raus, dass irgendwie keiner zur gleichen Zeit drehen kann, weil lauter andere Projekte gerade aktuell drücken und die Interviewpartner alle im Urlaub oder total busy sind.

Im Einzelnen

Was wir erzählerisch grob vorhaben, hatten wir hier schon mal aufgeschrieben. Folge 1 hatten wir uns damals in etwa so vorgestellt:

Targeting im Web

  • wo fallen Daten an?
  • Schwerpunkt: Onlinemarketing
  • Denkbare Umsetzung: erfahrener Onlinemarketer versucht, maximal was über Daniel rauszufinden (dabei relativieren: Daniel ist durch seinen Beruf sehr sichtbar, deswegen relativieren – und nur auf private Sachverhalte beschränken (Real-Life-Adresse, Familie etc.))

Nach meinem Gespräch mit Jan-Philip Albrecht von den Europgrünen fand ich die Idee allerdings ganz gut, ihn noch mit reinzunehmen, da er viel zum Grundsätzlichen sagen kann. Leider hat er an dem von uns angepeilten Termin (heute) keine Zeit.

Den schleswig-holsteinischen Datenschützern Thilo Weichert konnten wir nicht erreichen, er ist im Urlaub.

Einen Onlinemarketing-Experten einer Bekannten konnten wir nicht ebenfalls nicht erreichen.

Weiß, wo Du gestern gesurft hast: nugg.ad

Weiß, wo Du gestern gesurft hast: nugg.ad

Dann haben wir uns nugg.ad angeschaut. Die machen “Predictive Behavioural Targeting”, was man mit “Wir wissen, wo Du als nächstes klickst und was Du kaufen willst” übersetzen könnte. Nugg.add sind im (deutschsprachigen) Netz auf vielen Seiten anzutreffen und gucken da, was wir so machen:

“nugg.ad verwendet dazu grobe Informationen auf der Basis Ihrer Internetnutzung. Die Technologie von nugg.ad merkt sich dabei das Surfverhalten von Internetnutzern, in dem ein Cookie im Browser Ihres Endgerätes mit einer Lebensdauer von 26 Wochen gespeichert wird: Das bedeutet, die Anzahl der Web-Besuche in verschiedenen Themengebieten wird gezählt.”

(Quelle: nugg.ad-Datenschutzerklärung)

nugg.ad legen dabei größten Wert auf Datenschutz, Anonymisierung und wollen, dass man Ihnen Vertrauen schenkt. Eine Art “Weißer Zauberer des Online-Tracking” also. Wir haben Sie angefragt und sind gespannt, ob sie zusagen und mir dann erzählen, was ich so im Netz getrieben habe. (Meine Anti-Tracking-Tools hab ich jetzt mal alle deaktiviert.)

Geo-Scoring

Und dann zeigte sich, dass der Crowdsourcing-Ansatz funktioniert. Daniel Klappert (@DanKlap) meldete sich via Twitter und schickte mir diesen Artikel:

Daniel Klappert Blogpost

Daniel arbeitet bei der Berliner Volksbank in der externen Kommunikation und erzählte, dass er durch einen Umzug auf einmal beim Online-Shopping wieder per Vorkassen zahlen musste. (Das hab ich scheinbar falsch verstanden, wie mir Daniel auf Twitter gerade mitteilte.) “Geoscoring” nennt sich das Verfahren, bei dem einfach aufgrund einer Postleitzahl entschieden wird, ob Du kreditwürdig bist oder nicht.

Sein Artikel ist äußert lesenswert und differenziert. Wr haben ihn daher für ein Interview angefragt, da wir es sehr spannend finden, diese Scoringgeschichte mal von beiden Seiten zu betrachten. Ich werde mit Daniel am Wochenende telefonieren, hoffentlich finden wir einen geeigneten Drehtermin.

Als Datenschutzstimme haben wir jetzt noch Constanze Kurz vom “Chaos Computer Club” angefragt.

Termine, Termine

Eine der größten Herausforderungen neben der Recherche ist es jedoch, Drehtermine zu finden, an denen alle können. Ich, der Kameramann/Autor Sebastian und die Interviewpartner. Da ich die letzten Tage krank war und alle anderen hoch beschäftigt, hat sich alles verzögert. Somit wird es wahrscheinlich erst zu einem Dreh Anfang Juli kommen.

Wir halten euch hier auf dem Laufenden. Für Ideen, Kritik und Feedback sind wir natürlich immer dankbar!

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Jun 14 2013

st_ry: Du bist, was Du twitterst

“Targeted Advertising” – auf den Endkunden zielgerichtete Werbung ist der feuchte Traum aller Werbetreibenden. Twitter könnte sie ihrem Traum etwas näher bringen.

ZEIT Online berichtet unter Berufung auf einen Artikel im The Economist, dass Forscher im IBM-Forschungszentrum Almaden im kalifornischen San José herausgefunden haben wollen, wie man Tweets automatisch analysieren kann. So sollen Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des jeweiligen Twitter-Nutzers möglich sein.

ZEIT Online schreibt:

“Fünfzig Tweets reichen den Forschern nach eigener Aussage, um die gesamte Persönlichkeit eines Menschen “ziemlich gut” zu bestimmen, mit 200 Kurznachrichten könne man jeden schon “sehr gut” einordnen.”

Was kann man wohl aus meinen Tweets herauslesen?

Was kann man wohl aus meinen Tweets herauslesen?

Eine mögliche Nutzung: Eben jene zielgerichtete Werbung, die Werbetreibenden die Höschen feucht macht. Wenn sie wissen, wie jemand tickt – so die Idee – kann man die Werbung schalten, die ihn anspricht und interessiert.

Jetzt wüßte ich doch ganz gern, was man aus meinen über 30.000 Tweets so auf meine Persönlichkeit schließen kann…

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Jun 7 2013

Das st_ry-Funding
geht in die Verlängerung

Liebe Fans und Supporter von st_ry,

wir danken Euch sehr herzlich für Eure finanzielle und ideelle Unterstützung bei unserem Projekt st_ry. Die vergangenen sechs Wochen mit Euch waren sehr spannend für uns – und hoffentlich auch für Euch.

In wenigen Tagen, am 12.6., wird nun die Funding-Phase unseres Projekts ablaufen. Seit Wochen überlegen wir gemeinsam mit startnext, wie wir st_ry noch zum Erfolg verhelfen können. Deshalb wollen wir nun einen zweiten Anlauf nehmen, unser Doku-Projekt zu den Menschen zu bringen, die es betrifft: nämlich zu allen. Wir wollen noch nicht so schnell das Handtuch werfen und werden deshalb die Finanzierungsphase bis zum 16.08.2013 verlängern.

Wirft weder Flinte, noch Handtuch, sondern eine erste Folge ins Netz: st_ry-Reporter Daniel

Ich will weder das Handtuch, noch meine Flinte ins Korn, sondern eine erste Folge ins Netz werfen

Datenschutz, Datensouveränität und Privacy

Datenschutz, Datensouveränität und Privacy sind große Themen unseres täglichen Lebens. Leider sind sie sehr komplex und schwierig zu erklären. Wir werden’s trotzdem versuchen: indem wir die erste Folge unserer Doku-Reihe vorab auf eigene Kosten produzieren und darin die oft haarsträubenden Dinge vorstellen, die mit unseren Daten passieren.

Bisher haben wir viel Zuspruch für unseren “Open Journalism” bekommen – die transparente Arbeitsweise, die das wichtigste Grundprinzip von st_ry ist. Dennoch scheint dieser Aspekt nur einen kleinen Teil unserer Zielgruppe anzusprechen. Wir wollen unser Produkt, unsere Doku-Reihe, nicht verändern – weder in den thematischen Schwerpunkten, noch in der offenen journalistischen Arbeitsweise. Wir werden aber versuchen, in der neuen Phase ein breiteres Publikum zu erreichen, indem wir das Thema besser herausstellen und unsere Mission deutlicher machen.

Erste Folge geht in Produktion

Die erste st_ry-Folge, die wir nun produzieren werden, soll ein breites Interesse für unser Kernthema Datensouveränität wecken – weil wir überzeugt sind, dass auch Menschen, die dieses Wort nicht kennen, viele Fragen dazu haben. Die wir ihnen gerne in unserer Doku beantworten wollen.

Für diesen Neustart von st_ry brauchen wir etwas Zeit. Wir wollen bis Anfang Juli 2013 die erste fertige Folge ins Netz stellen und dann nochmal intensiv für eine breite Unterstützung von st_ry werben. Daher haben wir mit startnext vereinbart, dass die Funding-Phase um etwa acht Wochen verlängert wird und nun bis zum 16.08.2013 weiterlaufen wird.

Solltet Ihr Euer bereits eingezahltes Funding angesichts des neuen Zeitplans zurückhaben wollen, werden wir diesem Wunsch selbstverständlich nachkommen. Wir hoffen aber sehr, dass Ihr uns als Fans und Supporter verbunden bleibt.

Kritik? Feedback? Ja, bitte!

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns mit Euren Meinungen, Kommentaren und gutem Rat zur Seite steht. Bitte schreibt uns und gebt uns Feedback, was wir in den nächsten Wochen besser machen können.

Viele herzliche Grüße,
Euer st_ry-Redaktionsteam

Marianna Barth
Sebastian Bolenius
Daniel Bröckerhoff
Mareike Müller
Hardy Röde
Hakan Tanriverdi

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Jun 4 2013

st_ry: Was der Überwachungsstaat
noch lernen kann

„Big Brother is watching you“ ist ein geflügeltes Wort jedes Überwachungsstaatgegners. Doch was ist das eigentlich, ein Überwachungsstaat? Und was soll daran schlimm sein, überwacht zu werden, wenn man nichts zu verbergen hat? Alexander Sander klärt auf.

Alexander ist ein vielbeschäftigter Mann. Er schreibt für netzpolitik.org, ist bei der Digitalen Gesellschaft aktiv und arbeitet hauptberuflich als Referent für den Europaabgeordneten Martin Ehrenhauser.

Auf der re:publica13 hielt er mit Kirsten Fiedler einen satirischen Vortrag über den Überwachungsstaat und was dieser noch lernen kann. Ich habe ihn mir danach geschnappt und ihn gefragt: Was ist das eigentlich, ein Überwachungsstaat und warum mag er solche nicht?

Wir haben uns zwar bei unserer ersten größeren Themenkonferenz entschlossen, das Thema “Überwachungsstaat” erstmal beiseite zu legen (siehe Artikel), aber werden trotzdem alles, was wir zum Thema Überwachungsstaat zufällig finden natürlich im Blog ablegen. Man weiß ja nie, wozu es gut sein könnte…

Hier der #rp13-Vortrag von Alexander Sander und Kirsten Fiedler in voller Länge:

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Jun 3 2013

taz über st_ry und andere Crowdfunding-Journalismus-Projekte

Kollege Daniel Bouhs hat mich und andere Journalistenkollegen, die ihre Projekte crowdfunden lassen für die SonnTaz zu unseren Erfahrungen mit dem öffentlichen Geldsammeln befragt:

Die taz über st_ry: "Man kauf ein bißchen die Katze im Sack"

Die taz über st_ry: “Man kauft ein bißchen die Katze im Sack”

Den gesamten Text gibt es hier. Alle st_ry-Posts gibt es hier oder auf stry.tv, unserem Rechercheblog.

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Mai 29 2013

st_ry: “Are you a genius
or an idiot?”

Kate Nacy ist “European Journalism Fellow” bei der Freien Universität in Berlin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, innovative Medienprojekte vorzustellen und ihren Machern möglichst freche Fragen zu stellen. Von mir wollte sie einiges über st_ry und über meine Meinung zum deutschen Fernsehen wissen. Weil ich einige ihrer Fragen so genial fand, veröffentliche ich mit ihrer Einwilligung das Interview hier:

How is st_ry going to work?

Basically it will be a web documentary consisting of 6 parts, each of which will be round about 10 minutes long. The special thing is, that our funders will be able to see the steps we take in the research on our research blog and will be able to interact with us.

They can comment on the interviews we take, send us links and hints, we plan on votings and feedback possibilities. In the end it is supposed to be a documentary that is developed for the community and with the community.

Have you started?

Yes, we started the research and I have started posting on my personal blog as the research blog isn’t quite finished yet. When I attended re:publica I met with people who are experts on the topic of data privacy (is that the correct term?) and interviewed them. You can read the entries here.

Stellt gern freche, aber lustige Fragen: Kate Nacy

Stellt gern freche, aber lustige Fragen: Kate Nacy

In what ways will your audience be involved in the documentary’s development?

We are available via social media (e.g. twitter, facebook, tumblr), so everybody can talk to us and send us feedback. The funders will have access to the full research blog and can comment there. We also plan on votes for example on whom to interview next, which topic to treat and so on.

Why do you want to do this?

Short answer: Because it’s possible and I want to experiment with these possibilities. And because it’s fun. I like talking to my audience.

On an emotional scale of 1-10, how furious were you when you found out you had to report on data protection instead of going on dates for 3 months straight? (1 = not furious 10 = setting hospitals on fire)

True answer: -10. It wasn’t exactly my idea (my producers came up with it) and since I have been online dating last year like a madman I was pretty sick of it. Dating 99 people would have been aweful lot of work, it would have meant having 16,5 dates a month or a date every other day.

At some point I would have lost all the interest in my date so I was pretty relieved when the crowd voted for other things. I would have liked to do the food thing. But data privacy is pretty interesting as well.

You seem to want to make TV journalism better. Why? Are you suggesting, for some reason, that it’s depressing or one-sided and that life’s complexities can’t be both portrayed and resolved in neat, 30-minute news spots even if the reporters are supermodel attractive and travel everywhere via helicopter?

Yes I am suggesting that it is pretty one-sided at some times and I am suggesting that life’s complexities should not be ignored any longer. It came to my full attention when I was doing a piece on a very complex topic and had to ignore half of the complexity because the producers and editors had the opinion that it would have been to complex for the average viewer.

BTW: I would love to fly everywhere via helicopter.

What’s TV news like in Germany? Strengths/weaknesses?

Strenghts: Objective, smart, up to date, not influenced by anyone (normally).

Weakness: Boring, oldschool, not trying to explain complex things but instead only reporting them, lack of analysis.

You said somewhere that German television is stuck in the 90s. What does that mean?

It means that german TV is sucessfully ignoring the possibilites of the internet which at some point in the future could seal their fate. The broadcasters behave the same way the publishers did in the 90ies.

“Don’t look at the internet and don’t experiment with it, maybe it’s going away then.” seemed to have been the motto. There are attempts to deal with the internet but most of the time it’s just being treated as the little stepsister of TV.

You think TV news lacks nuance, right? Are you a genius or an idiot?

Great question. :-) Maybe I am both, maybe I am an idiot for believing I could be such a genius that I can implement the nuancesof reality instead of making scandalous reports and blaming everybody that is not of my opinion for being an idiot.

On the one hand I can see on my blog that writing black-and-white-yellowpress-posts and -rants attracts more readers than publishing interviews on privacy issues. On the other hand I don’t want to give up the nuances just because the other thing is more popular (and more easy to understand).

Any other innovative new media/journalism projects/people I should look into?

Take a look at my mate Tilo Jung’s interview thing “Jung und naiv”. Check out Richard Gutjahr. He is always doing cool stuff. Look at ZDF check, a crowdsourcing factchecking platform by ZDF. Maybe you have seen Ehrensenf, which has been around for some time but still is a good idea.

Can you provide a description of the events which inspired this image? Asking for a friend.

We took that picture when shooting the crowdfunding video for st_ry. You can also see it in the video. It is supposed to be a metaphore for us being more or less naked on the internet by using social media and all the other stuff. Plus it was a cheap try to get attention for the project.

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Mai 28 2013

Warum niemand bei “Show up!” vom ZDF mitmachen sollte

Die Öffentlich-Rechtlichen haben ein Altersproblem. Das Durchschnittszuschauer von Das Erste und ZDF ist 60 Jahre alt, junge Zuschauer schauen Pro7 oder gar nicht mehr fern. Die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist in Gefahr, die Sender sehen sich zum Handeln gezwungen – und tun was. Zumindest zaghaft. Der neueste Versuch des ZDF, junge Programmmacher zu involvieren ist allerdings eine Frechheit.

“Show up! – Bring Deine Idee ins Fernsehen” – so versucht das ZDF, junge Ideen ins Hautpprogramm zu hieven. Der öffentlich ausgeschriebene Pitch für neue Themen richtet sich an junge Medienmacher unter 30 (am besten mit Berufserfahrung – na klar!) und will “frische Ideen”:

“Die Sendung muss einen neuen, unverwechselbaren Zugang zu einem Thema besitzen oder – noch besser! – ein für das TV neues Thema anbieten. Wichtig: Die Idee muss richtig neu sein und darf nicht bereits anderen Sendern angeboten worden sein. Uns interessieren frische Ideen!”

So krass jugendlich versucht das ZDF junge Medienmacher für sich zu gewinnen...

So krass jugendlich versucht das ZDF junge Medienmacher für sich zu gewinnen…

Tolle Idee? Denkste. Zwar zahlt das ZDF für “frische Ideen” auch gutes Geld. Aber weil es junge Leute sind, muss man ja nicht so viel zahlen. Die haben ja noch keine Ausgaben.

“Die Finalisten erhalten die Möglichkeit, ihre Idee vor dem Entscheidungs-Panel des ZDF in Mainz zu präsentieren. Sie erhalten vom ZDF eine Vergütung in Höhe von € 2.500,- als Aufwandsentschädigung und für die Einräumung einer Option zur Übertragung der exklusiven Rechte an dem Konzept. Das ZDF wird aus den Finalisten des Pitchings mindestens einen Gewinner auswählen.

Der/die Gewinner werden vom ZDF mit der Weiterentwicklung des Konzeptes beauftragt und erhalten hierfür und für die exklusive Rechteeinräumung hieran ein zusätzliches Honorar in Höhe von € 7.500,-.”

Wow! Damit wird man richtig reich! Da lohnt sich die ganze Hirnschmalz-Arbeit! 7.500€ für ein Prime-Time-Showkonzept! Krass! Geil! Danke! Davon können drei Show-Entwickler ein halbes Jahr leben! In einem Männerwohnheim! Oder unter einer Brücke! Und es reicht noch für 3 Monate Toastbrot mit Senf und Mineralwasser ohne Kohlensäure!

Liebes ZDF – meint ihr das Ernst? “Frische Ideen” sind rar und können gut verkauft werden. Stefan Raab hat es mehr als einmal vorgemacht. Für 7.500€ vor Steuern und Ausgaben kriegt ihr auf dem normalen Fernseh-Markt einen hübschen 5-7-Minuten-Beitrag für eine Magazin-Sendung. ABER DOCH KEIN GANZES SHOWKONZEPT FÜR DIE PRIMETIME!

Niemand, ich wiederhole: Niemand! sollte dem ZDF so billig seine Ideen verschenken. Auch nicht, wenn er/sie jung und unverbraucht ist und sich das nach viel Kohle anhört. Glaubt mir: Das ist es nicht.

Macht die Show lieber selber auf Youtube und verkauft sie danach für das 10 bis 100fache. Oder macht Geld mit Pre-Roll-Werbung. Und zum dem ZDF-Verantwortlichen, der sich das ausgedacht hat kann man nur sagen:

Disclaimer: Ich habe in bester Blogger-Manier nicht die Pressestelle des ZDF um eine Stellungnahmen gebeten, sondern mich einfach mal so aufgeregt. Muss auch mal sein.

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